Im April 2006 habe ich begonnen mit Nike Schulklassen zu
besuchen, um den Kindern der Grundschulklassen
die Angst vor
großen Hunden zu nehmen und ihnen zu zeigen, wie man sich
Hunden gegenüber richtig verhält.
Ich sehe in meinem Hundeschul-Alltag, dass gerade bei
Kindern eine große Aufklärungsarbeit notwendig ist.Einige
Jahre war ich für den Verein "Hunde helfen Menschen e.V."
mit unseren beiden Labrador Retrievern in
Schulklassen
unterwegs (bei weit über 3000 Kindern). Als Nike ebenfalls die
Eignungsprüfung zum Schuldienst bei dem Verein bestanden hat
und wir einige Schulen besucht haben, stellte sich jedoch,
dass sich meine
Vorstellungen über Hunde nicht mit denen der
Initiatoren deckten. Nach vielen Überlegungen kündigte ich
meine Mitgliedschaft.
Leider wird der Grundgedanke des Vereins "Keine Angst vor'm
großen Hund" durch
zuviel persönliche Befindlichkeiten gestört und die Arbeit mit
ehrenamtlichen Mitgliedern wird nicht gewürdigt,
bzw. lässt
keine andere Meinung zu. Schade.
Heute besuche ich weiterhin Schulklassen mit Nike im
Rahmen meiner Hundeschule.
Im März und April 2007 haben wir wieder einige Schulklassen
besucht - es hat Spaß gemacht.
Fotos von Schulbesuchen unten
Schönes Erlebnis nach einem Schulbesuch:
Diese Woche (19.04.2007) klingelte das Telefon und eine
Kinderstimme sagte:
"Hallo hier ist Jeanette(Name geändert), ich wollte mal
fragen, wie es der Nike geht?"
Ich wunderte mich, wer denn Jeanette ist, aber die Erklärung
erhielt ich schon, als ich meine Frage noch nicht mal zu
Ende gedacht hatte...
"Du warst mit Nike letztens bei uns in der Schule und da
wollte ich mal fragen wie es ihr geht.
Was macht sie denn gerade?"
Ich war fast sprachlos, denn es war so goldig & rührend,
wenn ich mir auf der anderen Seite des Telefons, das kleine
Kind vorstellte, was wohl allen Mut zusammengepackt hat um
anzurufen. Toll...
"Nike liegt hier auf dem Boden und schläft.
Sie hat sich hier im Haus einen kühlen Platz
gesucht und ruht sich aus." Jeanette "Mein Hase
schläft auch gerade. Kannst du der Nike viele
Grüße von mir sagen und sie umarmen? Sie ist so
süß."
Ich: "Natürlich mache ich das, da freut sie sich
bestimmt"
Jeanette: "Ja - ich muss jetzt wieder aufhören
zu telefonieren - TSCHÜSS"
Ich staunte nicht schlecht, als nach ein paar
Stunden wieder Jeanette am Telefon war.
"Hallo, hier ist wieder Jeanette. Meine Freundin
die Anna-Sophie ist jetzt bei mir und die wollte
Nike auch was sagen. Ich habe auf Lautsprecher
gestellt und sie hört dich auch jetzt."
"Hallo, Anna-Sophie". Anna-Sophie: " Hallo, ich
wollte der Nike sagen, dass sie so goldig ist.
Schläft sie immer noch?"
Ich: "Nein, jetzt ist Nike wach, sie hat gerade
zu Abend gegessen und jetzt sitzt sie draußen im
Garten und schaut den Vögeln + Schmetterlingen
zu."
Jeanette: "Wir haben schon das ganze Buch, das
du uns gegeben hast auswendig gelernt" (wenn ich
die Schulklassen besuche, dann schenke ich den
Kindern immer ein kleines Pixibuch "Keine Angst
vor'm großen Hund", das meinte Jeanette)
Ich: "Ich sage Nike, dass ihr angerufen habt und
kuschel sie von euch - da wird sie sich sehr
freuen"
Jeanette + Ann-Sophie: "Oh ja, TSCHÜSS"
Ich hatte mich so gefreut über diese
Telefonanrufe. Die Schulklasse in der die beiden
Mädchen sind, besuchte ich vor einem Monat. Sie
gehen in die 2. Klasse und ich war freudig
überrascht, welch bleibenden Eindruck wohl Nike
bei den Kindern gemacht hat. Und genau das ist
es, was mich weiterhin "ehrenamtlich"
Schulklassen besuchen lässt.
Nachfolgend möchte ich ein paar Eindrücke
weitergeben: |